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Endlich wiedermal Zeit für ein kleines buntes Menü. Zeit, die ich mir nehmen musste – also ein schnelles Menü. Aber, wie ich finde und auch meine Gäste gemeint haben, ein recht wirkungsvolles. Und auch wärmendes!

Tiefrote Consommé

Diesmal gabs die Suppe und statt der kalten Vorspeise als Einstieg – weils draußen soooo kalt war.
1 kleine rote Rübe, 3 Karotten, 1 Zwiebel, etwa 2 Handvoll Hühnerherzen, 1 Stange Zitronengras und eine Chilischote mit Wasser, etwas Rotwein, einem Schuss schwarzem Johannisbeersaft, Salz und Pfeffer aufkochen, ca. 1 Stunde lang köcheln lassen. Abschmecken, abseihen (das Gemüse aufheben, die Herzen je nach Geschmack später essen oder auch nicht). Mit in Butter geschwenkten Shrimps, in Scheibchen geschnittenen Herzchen oder einer ähnlich lustigen Einlage servieren.

Räuchersaibling auf Karfiol

1/2 bis einen möglichst jungen, frischen Karfiol (aka Blumenkohl) in möglichst große, aber dünne Scheiben schneiden. (Die kleinen Schnipsel und auch die jungen Blätter aufheben, die sind fein für Suppen & Saucen!) In einer großen, flachen Pfanne nebeneinander auflegen, salzen. 0,1l Wasser, 1 guten Schuss Schlagobers und 0,2l Prosecco dazugeben, erhitzen und dünsten lassen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Eventuell Prosecco nachgießen. Idealerweise sind die Karfiolscheibchen noch leicht knackig und ganz leicht gebräunt.
Auf Tellerchen anrichten und mit Schnittchen von geräuchertem Saibling servieren. Ich hab nun schon zum zweiten mal den „Ausseer Eismeersaibling“ von den Fischbauern gekauft – sauteuer, aber wundervoll.

Dazu gibts Erdäpfelsalat von Lila Kartoffeln


Lila deshalb, weil sie wirklich hübsch aussehen. Kommt leider auf dem Foto nicht ganz so gut rüber – und geht natürlich mit normalen Speckigen auch. Jedenfalls ist das das legendäre Erdäpfelsalatrezept von meiner Oma, und unschlagbar.
1 Kilo Kartoffeln kochen, in Scheiben schneiden. 1 Zwiebel und 2 hartgekochte Eier mit Senf, Salz, Öl, Essig zu einer Marinade verrühren – weder mit Salz noch Essig sparen! Ich nehm gern Olivenöl und Gebrauchs-Balsamico, wen die Farbe stört, der muss halt was anderes nehmen. Etwas Wasser und die Kartoffeln rein, gut verrühren. Etwas ziehen lassen.

Hauptspeise: Rind, Schwarzkohl und Gemüsereis

Für die Hauptspeise hab ichs mir leicht gemacht, das geb ich zu. Geschmeckt hats trotzdem allen ;) Also: Etwa 20 bis 30 dag Rindsfilet in Streifen schneiden, in einer Marinade aus Rotwein, Sojasauce, Mirin und viel Knoblauch ziehen lassen.
Schwarzkohl in Streifen schneiden, im Wok ordentlich durchbraten, irgendwo zwischenlagern. Rind mit Chili und dem Knoblauch anbraten, Kohl dazu, mit der Marinade aufgießen und ganz kurz dünsten lassen.
Dazu gabs Reis, gemeinsam mit dem abgeseihten Gemüse aus der Suppe gekocht.

romeo, julia und der rest der rasselbande können draußen rituellen massenselbstmord begehen, unsereins pilgert in verona in die trattoria al bersagliere, konzentriert sich auf den teller und freut sich über down-to-earth gerichte wie die folgenden:

als vorspeis polentaschnitten mit käse überbacken, salumi obendrauf und sauergemüse dazu: sehr bodenständig, sehr vernünftig. nur, wie soll man danach noch ein ganzes menü wegbekommen? wir habens redlich versucht!

die bigoli al torcio mit ente sind nicht ummasonst legendär, das entlein ewig geschmurgelt und das ganze gericht ungemein nahrhaft.

aber wir haben uns nicht lumpen lassen und trotzdem brav fleisch bestellt, so ein stück kuh innen blutig, und so lammkoteletts innen blutig, und halt noch ein bisserl gmias dazu weil man ja sonst nicht satt wird, nichtwahr.

und weils dazu halt einen unfassbar sensationellen amarone zu trinken gab, der gefühlte 20 prozent alkohol hatte, hab ich dann vergessen das dessert zu fotografieren. aber das tut nicht weiter weh, es war super und irgendwas mit vanille und creme und so, aber frag mich nicht mehr. salute!

verona hab ich mir dann am nächsten tag bei licht und kopfweh angeschaut, eh schön an sich. aber das gewese um die unglückliche liebe zweier teenager muss nicht sein, siehe auch demnächst im kino: zwar ist der film letters to juliet ein eigentlich recht netter kitsch, aber man fragt sich doch, was für ein teufel amanda seyfried reitet, in dieser gegend nicht mit dem manischen koch gael garcia bernal auf ewige verkostungstouren zu gehen sondern stattdessen lieber liebesbriefe an vanessa redgrave zu schreiben. das verstehe, wer will. kann man sich aber trotzdem anschauen, um das fernweh zu pflegen.

es war lustig, wir waren sehr viele, und deswegen durfte das essen nicht viel arbeit machen: einfach im topf auf den tisch stellen, und an die 20 leute werden einigermaßen satt, das war der plan.
begonnen hab ich am vortag mit einer art peposo, einem toskanischen rindfleisch-pfeffertopf, wie ihn jamie o. propagiert. vorteil: funktioniert nicht nur heiß als hauptspeise, sondern auch lauwarm auf crostini.

das fleisch muss dazu kein edles sein: ich hab an die 2 kilo beinfleisch und fleischknochen vom jungrind genommen, sie im gußeisentopf sehr scharf angebraten, mit einer ganzen flasche rotwein (sollte ein guter sein, war es auch) abgelöscht. eine kleine handvoll meersalz, vier oder fünf knoblauchzehen, zwei lorbeerblätter, zwei rosmarinzweige, ein esslöffel honig und eine handvoll frisch geriebenen pfeffer dazu, am herd die ganze sache zum kochen bringen. deckel drauf und ins vorgeheizte rohr.

bisher war alles ganz einfach – und es geht auch sehr einfach weiter: stundenlanges schmoren (ca 8 stunden alles zusammen) bei 100 bis maximal 150 grad, irgendwann zwischendurch einmal die knochen und die ärgsten knorpel rausholen… und am nächsten tag (hab über nachts das rohr abgedreht, aber warm ist es doch geblieben) zerfällt das ganze aufs allersanfteste.

ebenfalls am vortag hab ich getrocknete große weiße bohnen (favas, butterbohnen, wie auch immer man die nennen will) eingeweicht in kaltes wasser. die wurden dann am tag darauf in salzwasser weichgekocht, das dauert ca eine halbe stunde – ein großer topf empfiehlt sich, weil die bohnen sehr gerne und schnell überkochen. kochwasser abgießen (aber auffangen), bohnen pürieren und mit meersalz, viel orangen- oder zitronenöl, etwas gepresstem knoblauch und thymian abschmecken. ein paar grobe stücke zitronenschale dazu. vor dem servieren sollten noch ein paar stunden vergehen, in der zeit zieht die sache noch einmal durch, am ende die zitronenschale wieder rausfischen. ist die sache zu fest, kann mans mit etwas kochwasser weicher machen. damit ist die bohnencreme fertig – köstlich und simpel als beilage zum rindfleisch, von den obauers in meinem lieblingskochbuch empfohlen zu lardo oder aber auch wunderbar alleine, wieder auf crostini.

auch als aufstrich für crostini, aber ganz besonders einfach und schnell: schafsbrimsen und topfen (20 prozent fett) mischen, sehr großzügig kernöl dazumischen, abschmecken (salz? vermutlich ist der brimsen aber intensiv genug!), durchrühren.

und dann gab’s noch ofengemüse. das mach ich so: diverse gemüse zurechtschnippeln (radicchio treviso, paradeiser, zwiebel, paprika, melanzani, zucchini, fenchel, karotten), großzügig bestes olivenöl drüber, pfeffer, meersalz, etwas rohrohrzucker und alles mit nicht zu wenig suppe (aus bio-konzentrat oder, wer ihn bei der hand hat, rinds- oder hühnerfond) anfeuchten, bei 120-150 grad ins rohr, zeit lassen bis alles gar ist. den radicchio, der naturgemäß schnell durch ist, eventuell mit alufolie abdecken damit er nicht ganz verdorrt, und vielleicht zwischendurch mal suppe oder öl nachgießen. auch hier wieder: alles simpel, aber so gut!

und dazu gab’s noch wildschweinsalami, topaz-äpfel, besten italienischen lardo, obst und brot und viel wein. schön dass alle dawaren, danke!






zur vorspeis kalbsbries in einer senf-obers-sauce an vogerlsalat mit einer apfelbalsamico-traubenkernöl-vinaigrette.
kalbsbries blanchieren, häuten (dafür viel zeit einplanen) und in röschen zerpflücken. in einer pfanne butterschmalz heiß werden lassen, bries darin scharf von allen seiten anbraten, rausnehmen. in die selbe pfanne etwas cointreau angießen, bissl suppe oder fond, obers, einen löffel senf (hier war es süßer weißwurstsenf, normalerweise würde ich groben französischen scharfen senf nehmen und dann etwas honig dazu). die sauce salzen, pfeffern, mit einem schuss muskat ottonel oder anderem weißwein und einem spritzer zitrone ein wenig säure dazu, ein paar tropfen orangenöl, abschmecken. einen zweig thymian dazu, das bries wieder in die pfanne, und noch ein paar minuten durchgaren lassen. am teller mit dem vogerlsalat anrichten, dazu roggensauerteigbrot.

als hauptspeis gab’s geschmorten hasenrücken (mit nierchen) auf einem wurzelgemüsebett und erdäpfelkrapferl dazu.
dazu den hasenrücken im ganzen (nieren und nierenfett dranlassen) mit zwei knoblauchzehen, rosmarin- und thymianzweigen, orangenschale und einem lorbeerblatt füllen und die fleischlappen am bauch mit zahnstochern zusammenstecken. in einer metallofenform (zb. hier drin) am herd butterschmalz heiß werden lassen, den hasen darin rundum anbräunen. das tier rausnehmen, eine gehackte große zwiebel und diverses gehacktes wurzelgemüse (sellerie, karotten, peterwurzel, pastinaken, auch stangensellerie) dazu, ebenfalls anbraten, mit cognac und wildfond ablöschen. die ganze sache ein wenig schmurgeln lassen, dann noch etwas feuchtigkeit (fond, wasser) angießen, den hasen aufs gemüsebett setzen und ab ins rohr, bei ca 150 grad zugedeckt (alufolie genügt), dann hitze reduzieren auf 100 grad. insgesamt war das vieh zwei oder drei stunden im rohr (das zeitweise aber sogar abgedreht war), und das hat der zartheit sehr gutgetan! vor dem servieren einen kleinen teil vom gemüse pürieren, hasen zerteilen und noch einmal kurz viel hitze.
für die erdäpfelkrapferln ein halbes kilo erdäpfel (mehlig) kochen, zerdrücken, mit einem ei und einem löffel mehl (universal) noch heiß locker verkneten, zu laibchen formen, in semmelbrösel wälzen und in einer pfanne mit öl oder butterschmalz am herd oder im ofen backen.

einige tage vor dem fest nach paris fliegen, käse kaufen.

wochenlang vor dem fest tausende kekssorten backen.

wunderbare alte ausgabe des küchenklassikers der frau katharina prato geschenkt bekommen.

freuen.





sfogliatina al radicchio di treviso: strudelteigpackerl mit viel pfeffer, wenig salz und etwas mildem montasio-käse, mit butter.

prosciutto di san daniele.

caramelle alle zucchine, gamberoni e peperoni: zuckerlförmige teigtaschen, gefüllt mit zucchine und ricotta, in einer sehr frischig-üppig-süßlichen sauce, die gamberoni ebenfalls buttrig-süß. genuss!

minipanettone, warm, mit vanillesauce.

panna cotta di menta mit schokosauce.

das alles in der enoteca giardinetto, udine. hier sind auch zum wein kleinigkeiten zu bekommen, nur trinken geht natürlich auch.

natürlich slow food.

das hässliche entlein
besuch bei den eltern: meine mutter hatte eine barbarie-entenbrust daheim, offenbar von einer sehr großbusigen ente (ca. ein halbes kilo, genug für drei esser). die wurde auf der haut-fett-seite zuerst kreuzweise eingeschnitten, mit rosmarin und thymian gewürzt, mit salz, pfeffer und etwas soysauce eingerieben und dann in einer pfanne mit butterschmalz auf beiden seiten scharf angebraten. danach übersiedelte die ente in eine feuerfeste form, mit orangen und noch mehr kräutern, und unter alufolie ins rohr, bei 120 grad (maximal) zum fertiggaren.

hokkaido

zur vorspeise gab’s kürbissuppe, bestehend aus: hokkaido-kürbis, wasser, salz, muskat, ingwer, obers und am ende noch einem spritzer kürbiskernöl. dazu wird der kürbis in stücken (ohne kerne, aber mit schale) in einem topf mit etwas wasser und geriebenem ingwer gedünstet, püriert und mit salz, muskat und etwas obers abgeschmeckt.

daisy

das entlein wird vorm servieren tranchiert, verliert dabei vermutlich noch etwas saft. den gesamten bratensaft haben wir in einem extra topf aufgefangen, mit etwas wasser, einem spritzer soysauce, pfeffer, noch mehr orangenspalten, mehr kräutern, einem schuss cointreau und einem halben teelöffel maizena aufgekocht und ein stück kalte butter montiert, bis eine schön glänzende, sanftwürzige sauce entstanden ist. die wird durch ein sieb gestrichen und gemeinsam mit der ente serviert.
dazu gab’s erdäpfelknödel und rotkraut mit apfel.

ich hab mich schon als blog-loserin beschimpfen lassen müssen. zurecht, geb ich zu: das wunderbare menü, das ich gekocht habe, weil jemand (vor längerem) geheiratet hat, hat hier – bis auf den wagner-fluch – keine spuren hinterlassen. fotos gab’s auch keine guten. aber wenigstens schlechte: bild eins zeigt das, was einmal die vorspeise werden wird, eine kleine caprese mit büffelmozzarella, dazu geröstete rote paprika, zucchinischeiben und prosciuttochips.
vorspeis
danach gab’s den ersten kalbsnierenbraten meines lebens (bestellt hier), der ist sogar gut gelungen und auf dem zweiten bild noch im topf zu sehen. dazu gab es gemüse (was ich im topf mitgedünstet habe: etwas fein geschnittenes kraut, paprika, fenchel, wurzelgemüse) und erdäpfelknödel, und danach eine wunderschöne panna cotta auf zwetschkenröster. aber was erzähl ich, beweisfotos fehlen hier. eines ist aber sicher: auf einen halben liter obers braucht es vier blatt gelatine. nicht wahr, herr wagner.

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