jetzt, wo gute bio-orangen zu bekommen sind, deren schale nicht von spritzmitteln vergiftet ist, mach ich mir gern mein eigenes orangenöl (geht natürlich mit ungespritzten zitronen genauso), das in fleisch- und salatmarinaden, suppen und süßspeisen und auf gedämpftem fisch wunderhübsche zitrusakzente setzt, ein wenig dezenter als frische orangenschale, die ja nicht immer greifbar ist.

dazu schäle ich orangen mit einem sehr scharfen messer ganz vorsichtig so, dass möglichst das weiße nicht mitgeht, gebe die schale in ein sauberes marmeladeglas und fülle es mit hochwertigem olivenöl oder auch traubenkernöl (möglichst nicht mit allzu viel eigengeschmack). derzeit kommt also jedes mal, wenn ich eine orange essen will, die außenhaut der frucht ins öl-glasl. das lässt man dann an einem nicht zu warmen, nicht zu hellen ort etwa eine woche oder 10 tage stehen, siebt dann die schalen heraus und füllt das öl in eine dunkle flasche. kleine flaschen, die gut schließen und einen geeigneten tropfschutz haben, bekommt man um wenig geld in der apotheke (und sie lassen sich ja auch wieder verwenden).

das selbe kann man natürlich mit diversen kräutern machen, chili, pfeffer und so weiter. bei frischen kräutern muss man besonders aufpassen, dass sie mit öl bedeckt sind, sonst beginnt die sache leicht zu schimmeln. die orangenschale, die kräuter oder chilies sollte man nicht drin vergessen, sonst verderben sie das öl.

luxusgeschöpfe wie ich, die sich nicht so gern mit erdölnebenprodukten die haut eincremen sondern dazu lieber reines traubenkernöl verwenden, können auch das körperöl auf diese weise aromatisieren. das ist ziemlich dufte!