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ich hab neulich was großartiges erfunden. es war wenig zeit, ich hatte zwar viel gutes im kühlschrank, aber akut-hunger. Also hab ich einen der letzten büffelochsenherzparadeiser der saison in stücke geschnitten, und in der pfanne (in kokosöl, mon amour) angebraten bis die stücke zergangen sind. mit bisl orangensirup (überbleibsel der aranzinifabrikation, geht auch honig) und salz und chilisauce (geht auch piment d’espelette) und einem spritzer gurkenessig (überbleibsel der fenchelgurkenfabrikation) gewürzt. ein paar gekochte kichererbsen dazu (gehn auch vorgekochte bohnen, denk ich), damit das ganze eine mahlzeit wird.

pfannenei

und dann ein ei aufgeschlagen in die pfanne gleiten lassen und in der stückigen, fruchtigen sauce garen lassen, unter dem glasdeckel, bis das gelbe noch weich und das weiße fest ist. in einem tiefen teller angerichtet, und schafkäse drübergebröckelt, und kräuter dazu, und kernöl, und mit brot gegessen.

ich hab mich verknallt in dieses großartige comfort food. und es am nächsten tag wieder gemacht. und dann gleich wieder, diesmal endlich fotografiert, mit dem letzten gelben fleischparadeiser des jahres. und freundin a. zum essen eingeladen. und die war sehr beeindruckt. und hat dann gesagt: „eigentlich ist das fast wie shakshuka.“

fertigei

ich hab dann nachgelesen, und mich ein bisserl geschämt, weil ich shakshuka nicht kannte. aber eigentlich ist es jetzt doch so: ich habe shakshuka erfunden! rückwirkend halt. wusstet ihr gar nicht, oder? tha.

das letzte mal bloggen ist viele monate her – das letzte mal kochen aber immer nur ein paar stunden: verfressen bin ich wie eh und je, und kulinarisch um ein hauseck gebildeter als noch vor einem jahr. ich war bei einer hausschlachtung dabei, hab zweimal gemeinsam mit einem sommelier ein menü entworfen und gekocht, hab durch reisen und wunderbare bekanntschaften (viele davon aus dem internet) neue geschmäcker kennen gelernt und neue ideen gewonnen. da lagen eines tages frische frühlingsmorcheln vor meiner wohnungstür, ich hab eine kroatische selchwurst geschenkt gekriegt, einen riesigen strauß istrische kräuter, kiloweise tiroler biokitznierndln, polnischen kräuterwodka und kalabrische bergamotten, sogar eine kalifornische meyer lemon war dabei, und eine halbe kiste schönbrunner pomeranzen: meine kulinarischen freundschaften haben sich vertieft. im esszimmer war davon rein garnichts zu lesen.

dafür gibt es heute aber kleines frühlingsessen, das gleich mehrere inspirationen der letzten monate vereint:

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zuerst gab’s eine frühlingserbsenvelouté (also eine pürierte cremesuppe) mit pochiertem mandarinen-kerbel-ei. weil keine zeit war, am naschmarkt frische erbsen zu kaufen, hab ich zu biotiefkühlerbsen gegriffen: dreiviertelpackung mit halbem liter wasser zum kochen bringen, sanft salzen. inzwischen die eier vorbereiten – mit einem spezialtrick: pro ei ein großes stück klarsichtfolie mit olivenöl einpinseln, ein paar mandarinenzesten (es empfiehlt sich, zuvor in der provence einen echten mandarinenbaum zu plündern), ein paar kerbelblätter und fleur de sel in die mitte streuen. die folie so über die öffnung eines bechers legen, dass eine vertiefung entsteht, da hinein das ei schlagen. nochmal zesten, kerbel und salz drauf, die folie zu einem beutel zusammenschlagen und mit einer plastikklammer fixieren.

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die eierbeutelchen (wie das klingt! pardon) in die inzwischen kochende erbssuppe hängen (profis machen das in einem extratopf mit wasser, wegen der bösen klarsichtfolie. laien wie ich denken „ach, ist eh nur für 3 minuten“ und ignorieren die plastikgefahr) und garen lassen bis das eiweß fest, das gelbe aber noch flüssig ist. der richtige zeitpunkt lässt sich durch zartes anstupsen erfühlen.

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dann die beutel rausholen, die erbssuppe abschmecken (mit mandarinensaft, außerdem – weils grad übrig war, siehe weiter unten – salziger molke, salz und pfeffer) und ganz fein pürieren.

suppe in schüsserln anrichten, ei von der folie befreien (sollte dank des öls leicht gehen) und hineinsetzen, obendrauf nochmal kerbel. sehr fein, das – sehr frühling. die pochierten aromatisierten eier funktionieren auch herrlich auf salat. wer keine schicken plastikklammern hat, kann auch mit den drahtverschlüssen von tiefkühlsackerln arbeiten.

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schön, die vorspeis ist fertig und serviert? dann ist genug energie für die hauptspeis da. die hab ich bei einem besuch bei frau esskultur gelernt und weiterentwickelt: die frau esskultur schält und würfelt festkochende kartoffeln (im frühling: bitte noch welche aus dem vorjahr!), brät sie in einer beschichteten pfanne in öl (ich hab französisches gänsefett verwendet… yay) an und löscht mit marsala ab. im hause esskultur kommt dann rosmarin dazu, alles wird einreduziert und weitergebraten, bis die erdäpfel rundum schön knusprig gebräunt sind.

meine variante: ablösch-alkohol und würze in einem – nämlich mit pastis (ouzo ginge auch) ablöschen. dadurch verteilt sich feiner anisgeschmack gleichmäßig auf allen erdäpfeln. allerliebst!

schon ca sechs stunden zuvor hatte ich labneh gemacht. das ist libanesischer frischkäse aus möglichst fettem joghurt, das man durch ein tuch oder einen kaffeefilter abseiht. ich hab’s schon mit 4,8% bioschafjoghurt (sehr fein) und mit 3,6% biokuhjoghurt (auch gut) probiert. dabei salze ich das joghurt schon vor dem abseihen, dadurch ist die ablaufende molke auch salzig-säuerlich und eignet sich gut, um etwa die erbssuppe von weiter oben aufzugießen und zu würzen. für die pastis-erdäpfel hab ich zum labneh noch ungeheuer aromatischen frisch gepflückten wildfenchel aus dem piemont und meyerlemon-zesten aus kalifornien gemischt; orangenzesten und etwas dill tun es aber auch.

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die frau esskultur hat mir zu den erdäpfeln einen herrlichen karottensalat kredenzt, aus frischgeriebenen karotten, zitronensaft, geröstetem und frisch gemörsertem kreuzkümmel und fenchelsamen, olivenöl und etwas salz. das mag schlicht klingen, ist aber eine pure geschmacksexplosion und unbedingt zur nachahmung empfohlen.

mangels karotten hab ich heute zarten grünen spargel gestückelt und in olivenöl angebraten, ein paar braune champignons dazu, mit einem spritzer pastis und mandarinensaft abgelöscht, die spargelspitzen dazu, gewärmt, mit salz abgeschmeckt und serviert. danach hab ich mich kaum noch rühren können.

(hat irgendwer fleisch vermisst? ich nicht)

ostern war ja schon, glaub ich. macht aber nix, gekochte eier sind das ganze jahr über gut, und deswegen gibt’s hier einen nachträglichen ostergruß. der ist inspiriert von meike winnemuth, die auf ihrer weltreise derzeit in shanghai zwischenstation macht und diese eier hier vom straßenimbiss um die ecke hatte.

eier aromatisiert mit schwarztee, sternanis und sojasauce? das kann ja nur genial schmecken! im oishii bento blog hab ich ein rezept für die zubereitung chinesischer tee-eier gefunden, und mich sofort an den herd begeben, denn die sache ist wirklich supersimpel:
eier kochen (maximal kernweich, sie garen später noch nach), aus dem wasser nehmen und abschrecken. ins noch kochheiße wasser ein schwarzteesackerl, ein stück orangenschale, zwei sternanisse, ein stück zimtrinde, ein paar pfefferkörner (hab ich vergessen, macht nix) und ein stamperl sojasauce geben. die eier rundum mit einem löffel sanft anpecken und in den sud zurücklegen. ziehen lassen.

ei eins hab ich gestern verzehrt, nach ca. 4 stunden im sud. gut, sehr sogar. ei zwei durfte aber über nacht in der dunklen tunke baden. was soll ich sagen: ooooooooooooooooooooh! so, und jetzt huschhusch in die küche, sofort nachbauen!

ps: schmeckt (sehr untraditionell, wie ich annehme) wunderbar mit selbst gerührtem unkräuterfrischkäs und brot.

wenn man was eine stunde lang kochen muss, bis es genießbar ist, gilt die kategorie „schnelles abendessen“ vermutlich nicht so ganz. aber die nettoarbeitszeit für das abendessen, das ich mir grad gebastelt hab, war wirklich minimal.

ich bin ja sehr für saisonales kochen, vor allem wenn grade artischockensaison ist. zu meiner freude gibt’s dieser tage in vielen österreichischen supermärkten italienische bio-artischocken, und die kommen jetzt fast täglich auf den tisch. zuerst müssen die harten knospen mit einem sehr scharfen messer großzügig von allen seiten beschnitten werden. nicht schrecken, sie werden dabei signifikant kleiner, das muss aber so sein! den stängel kann man am einfachsten mit dem sparschäler schälen, wegschneiden wäre schade.
die zurechtgeschnippelten artischocken müssen dann schnell (sonst werden sie braun) mit einer halbierten und ausgequetschten zitrone und ihrem saft, einem löffel zucker und einem löffel meersalz und in einen topf mit wasser, die sache zum sanft kochen bringen und ungefähr eine stunde in ruhe köcheln lassen. damit sie nicht auf der oberfläche schwimmen, mit einem teller beschweren. ja, man kann sich sehr leicht die pfoten verbrühen, wenn man nach einer stunde den teller wieder rauszufischen versucht. das ist die sache aber wert.

inzwischen hab ich aus fettem joghurt, bisserl sauerrahm, zitronenschale und sehr viel schnittlauch eine schnittlauchsoße zusammengerührt, und als die artischocken schon so ziemlich gar waren, im zitronensauren kochwasser noch ein ei pochiert. auf dem teller gabs ein bisserl guten balsamico und orangenöl über die artischocke, pfeffer drüber und und brot dazu, und so gut wars! hab nur ein paar wenige blätter weggeben müssen, weil sie zu hart und faserig waren. diese pollenfreie sorte frühlingsblumen kanns meinetwegen gerne jeden tag geben.

Danke, Queenofsoup, für diesen essenziellen Link!! Als große Liebhaberin des Eis von roh bis Haute-Cuisine-verfeinert musste ich auf dieses Gericht natürlich anspringen.

Und hab gleich meine eigene Version gebastelt:

Nudelteig (aus Mehl & Wasser mit einem kleinen Schuss O-Öl) mit der Pastamaschine dünn auswalzen (Stufe 4 oder 5), Scheibchen mit ca 11 cm Durchmesser basteln (Dessert-Schüssel!), 2 pro Person.

Für die Fülle Blattspinat mit Salz & Borretsch weich dünsten, Flüssigkeit ausdrücken. Mit ein paar grünen Frühlingszwiebel-Trieben pürieren oder (besser) hacken, mit ca. der gleichen Menge Topfen oder Ricotta mischen, mit Salz, Pfeffer, Dill … abschmecken.

Ein Häufchen mittig auf eine Teigscheibe setzen, mit dem Löffelchen eindrücken, einen ganzen frischen (Bio!!)-Eidotter in die Mulde gleiten lassen. (Mit frischen Eiern funktionierts am besten, die halten am festesten!)

Am besten in einer flachen, hohen Pfanne nebeneinander 2 – 3 Min kochen – geht aber auch im Topf gut. Mit Schaumkelle rausheben, etwas zerlassene Butter und Parmesan drüber – die perfekte Vorspeise!

Schmeckt super und schaut schön spektakulär aus ;)

Und weil mir von der herrlichen Spinatfülle was übriggeblieben ist, hab ich am nächsten Tag gleich weitergemacht:

Die übrigen Eiweiße (in meinem Fall warns 3) zu Schnee schlagen. Mit der Hand natürlich, geht am schnellsten, wirklich!
Die Spinatmasse unterheben, das ganze in eine heiße Pfanne mit etwas Fett gleiten lassen, nicht zu schnell und nicht zu langsam auf mittlerer Hitze durchbraten, bis an einem reingesteckten Zahnstocher nichts Flüssiges mehr picken bleibt. Vorsicht, das Ding souffliert wundervoll – was auch bedeutet, dass es auch die Neigung dazu hat, ganz unwundervoll zusammenzufallen.

Kurz vorm Fertigwerden hab ich noch eine kräftige Menge Parmesan drübergerieben …

… und das Ganze mit einem kleinen Salat aus geriffelter Karotte, Sauerkraut und bestem O-Öl serviert.

(Zugegeben: An der Omelett-Formgebung muss – und werde! – ich noch arbeiten ;) aber geschmacklich war das Ding recht formidabel.)

Ja, ich weiß, ich bin zu spät dran mit posten. Dabei haben wir dies prächtige Gericht völlig staatsbürgerschaftlich korrekt genau am Österreichischen Nationalfeiertag zubereitet: Wiener Schnitzerl in Schnitzellandform, in kindgerechter Miniaturgröße aus Schweinslungenbraten (aka Dukatenschnitzel) und dazu ein wundervoller Erdäpfelsalat (aus 1 Zwiebel, 2 hartgekochten Eiern, Senf, O-Öl, Essig, Salz & 1 kg speckige Kartoffeln, hier warens Ditta). Unser Esszimmer-Model: Ida, 4,5 Jahre.
(Übrigens: Das ist ein Dessertteller.)

Alle Vorbereitungen erledigt: Kindersessel justiert, Arbeitsfläche gereinigt, Spielzeug ausgesucht.

Einen ganzen Schweinslungenbraten (reicht für ca. 2 Erwachsene & 1 seeehr hungriges Kind, sonst für 4 Personen) in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.

Die Scheibchen mit dem Schnitzelklopfer bearbeiten, bis sie ca. 8 – 10 cm Durchmesser erreicht haben. Nicht zu heftig, damit das Fleisch nicht kaputt wird. (aber: Hämmern ist super :P)

Dann die klassische Schnitzeltrilogie: Fleisch erst in Mehl wenden, …

… dann in versprudeltem, sanft gesalzenem rohen Ei …

(Hier lässt sichs wunderbar tricksen: Ein Schuss Sodawasser & 1 Prise Zucker machen superflaumige Panier und sind super für diverse „Geheimrezept“-Münchhausengeschichten)

… und zuletzt in Semmelbröseln. Die etwas festklopfen und drauf achten, dass keine kahlen Stellen bleiben und die Panier gleichmäßig ist.

Dazwischen muss man auch immer wieder Hände waschen, das pickt alles so!

Die Schnitzerln dann in einer tiefen Pfanne in nicht zuviel heißem guten Öl (wir nahmen Maiskeim, ideal wär Schweineschmalz, aber das ist kein Staple in meinem Kühlschrank) goldbraun rausbacken, hier ohne Idas Hilfe, das war uns heuer noch zu gefährlich.

Tataa!

Anmerkung: Der Österreichische Nationalfeiertag am 26. Oktober hieß übrigens bis in die 1960er-Jahre offiziell „Tag der Fahne“, wurde dann aber aus naheliegenden und wohl auch anderen Gründen offiziell umbenannt. Inoffiziell lässt sich aber in jedem Wirtshaus feststellen, welch enorme Bedeutung der alten Bezeichnung von großen Teilen der Bevölkerung nach wie vor beigemessen wird. Prost.

Endlich wiedermal Zeit für ein kleines buntes Menü. Zeit, die ich mir nehmen musste – also ein schnelles Menü. Aber, wie ich finde und auch meine Gäste gemeint haben, ein recht wirkungsvolles. Und auch wärmendes!

Tiefrote Consommé

Diesmal gabs die Suppe und statt der kalten Vorspeise als Einstieg – weils draußen soooo kalt war.
1 kleine rote Rübe, 3 Karotten, 1 Zwiebel, etwa 2 Handvoll Hühnerherzen, 1 Stange Zitronengras und eine Chilischote mit Wasser, etwas Rotwein, einem Schuss schwarzem Johannisbeersaft, Salz und Pfeffer aufkochen, ca. 1 Stunde lang köcheln lassen. Abschmecken, abseihen (das Gemüse aufheben, die Herzen je nach Geschmack später essen oder auch nicht). Mit in Butter geschwenkten Shrimps, in Scheibchen geschnittenen Herzchen oder einer ähnlich lustigen Einlage servieren.

Räuchersaibling auf Karfiol

1/2 bis einen möglichst jungen, frischen Karfiol (aka Blumenkohl) in möglichst große, aber dünne Scheiben schneiden. (Die kleinen Schnipsel und auch die jungen Blätter aufheben, die sind fein für Suppen & Saucen!) In einer großen, flachen Pfanne nebeneinander auflegen, salzen. 0,1l Wasser, 1 guten Schuss Schlagobers und 0,2l Prosecco dazugeben, erhitzen und dünsten lassen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Eventuell Prosecco nachgießen. Idealerweise sind die Karfiolscheibchen noch leicht knackig und ganz leicht gebräunt.
Auf Tellerchen anrichten und mit Schnittchen von geräuchertem Saibling servieren. Ich hab nun schon zum zweiten mal den „Ausseer Eismeersaibling“ von den Fischbauern gekauft – sauteuer, aber wundervoll.

Dazu gibts Erdäpfelsalat von Lila Kartoffeln


Lila deshalb, weil sie wirklich hübsch aussehen. Kommt leider auf dem Foto nicht ganz so gut rüber – und geht natürlich mit normalen Speckigen auch. Jedenfalls ist das das legendäre Erdäpfelsalatrezept von meiner Oma, und unschlagbar.
1 Kilo Kartoffeln kochen, in Scheiben schneiden. 1 Zwiebel und 2 hartgekochte Eier mit Senf, Salz, Öl, Essig zu einer Marinade verrühren – weder mit Salz noch Essig sparen! Ich nehm gern Olivenöl und Gebrauchs-Balsamico, wen die Farbe stört, der muss halt was anderes nehmen. Etwas Wasser und die Kartoffeln rein, gut verrühren. Etwas ziehen lassen.

Hauptspeise: Rind, Schwarzkohl und Gemüsereis

Für die Hauptspeise hab ichs mir leicht gemacht, das geb ich zu. Geschmeckt hats trotzdem allen ;) Also: Etwa 20 bis 30 dag Rindsfilet in Streifen schneiden, in einer Marinade aus Rotwein, Sojasauce, Mirin und viel Knoblauch ziehen lassen.
Schwarzkohl in Streifen schneiden, im Wok ordentlich durchbraten, irgendwo zwischenlagern. Rind mit Chili und dem Knoblauch anbraten, Kohl dazu, mit der Marinade aufgießen und ganz kurz dünsten lassen.
Dazu gabs Reis, gemeinsam mit dem abgeseihten Gemüse aus der Suppe gekocht.

Rapunzel aka Vogerlsalat aka Feldsalat. Das einzige Grünzeug, das meine Tochter gerne isst. Schade, dass die Grimms nicht mehr Märchen nach Obst & Gemüse benannt haben.

Im Märchen geht’s ja darum, dass eine Frau aus lauter Heißhunger auf Rapunzeln sogar ihr ungeborenes Kind verkauft. Mag ja übertrieben sein, aber gut sind sie wirklich. Und weil bei uns hier endlich die Sonne scheint, ließ ich mich zu einem feinen Frühlingssalat inspirieren:

Aus 1/8l Joghurt, 1 EL Senf, Zitronensaft, Salz, Pfeffer eine Marinade anrühren.
1/2 Apfel, 1/2 Avocado, 1/2 Kohlrabi, 2 harte Eier, 4 Scheiben Salami, 1 Stück Räucherfisch und etwas Rucola in Stücke schneiden, druntermischen.
Dann 2 kräftige Handvoll Rapunzeln säubern, drunterheben.
Dann kommt noch frisch geriebener Kren und ein wenig Bio-Hanföl (vom Fandler, sehr köstlich). Mahlzeit.

Variationen sind natürlich mannigfaltig denkbar. Zwiebel und/oder diverses frisches Kraut passt sicher auch gut, hab ich aber absichtlich weggelassen, weil ich die zarten Rapunzeln geschmacklich nicht ganz zudecken wollte.

Und noch eine Anmerkung: Salatsauce aus Joghurt, Senf, Salz und etwas Zitronensaft geht nicht nur superschnell, sondern schmeckt auch extrem mayonnaisig und lässt den Gedanken an grausige Fertigsalatsaucen (was das schon für widerliches Wort sist) gar nicht erst aufkommen.

Ostereier färben ist super, Ostereier kriegen auch, und erst Ostereier essen … ich krieg kaum genug, besonders wenn sie nicht zu hart gekocht sind. In den letzten Jahren scheint sich das auch allgemein durchgesetzt zu haben, das Gründotter-Ei ist mir heuer seltenst untergekommen (eigentlich nur 1x, und da wars selberverursacht, beh).

Aber weil nicht jeder Mensch gern 5 Eier pro tag einfach so essen will, gibt’s die geniale Erfindung des Eiersalates.

    Grundrezept

(für so 2 Personen):
3 Ostereier schälen und mit der Gabel etwas zerdrücken. 1/4 weißen Zwiebel & 1 großes Essiggurkerl in ganz kleine Würfel schneiden, dazugeben. Mit 1 EL Senf, 1 EL O-Öl, 2 – 3 EL Joghurt, Salz & Pfeffer verrühren und weiter zerkleinern, bis es halbwegs homogen aussieht.
Das kann man fast unendlich variieren: Mit Sardellen, Pefferoni, Tabasco, Oliven, Rosinen, Dill, … …

Eine schöne Eiverwertungssache ist aber auch der

    Fenchel-Apfel-Eisalat

(Bild):

1 – 2 Ostereier schälen. Die Dotter mit 2 EL O-Öl, 1 EL Senf, dem Saft einer Limette, 3 EL Joghurt, Salz & Pfeffer glatt rühren, abschmecken.
1 kleine Fenchelknolle, 1/2 Apfel und die Eiweiße in ca 0.7mm-Würfel schneiden, das Fenchelgrün fein hacken, alles mischen, ziehen lassen.

Schmeckt super solo oder als Beilage zu Fisch & Meeresfrucht.

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