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so basic wie möglich, und mit den richtigen guten zutaten enorm fein:

grünen biopaprika längs in 2mm-streiferl schneiden. in einem kleinen topf mit ca 1cm hoch olivenöl (muss kein ganz nobles sein), ein paar blatt salbei, einem streifen orangenschale und einem TL meersalz auf den herd stellen und auf ganz kleiner flamme sanft (!!) zum sieden bringen. weitersimmern bis die paprikastreifen ganz weich sind. orangenschale und salbei rausfischen und wegwerfen, paprika ebenfalls rausfischen und auf einem teller mit etwas küchenrolle ins vorgeheizte rohr zum warmhalten stellen. das öl gieße ich durch ein feines sieb und dann weiter in eine pfanne, wo ich es wieder sehr sanft erhitze. eine bio-zucchini mit dem sparschäler in feine streifen schneiden, eventuell etwas einsalzen damit sie an wasser verliert, das salz dann wieder abstreifen und die zucchinistreifen nach und nach ins nicht zu heiße, aromatische öl legen, um sie vorsichtig zu garen. zucchinistreifen rausnehmen, gemeinsam mit dem paprika auf einem teller anrichten, eventuell ziegenkäse, wer mag salami, lardo etc dazu, antipasto fertig.

wenn die vorspeis gegessen ist, nehme man vollreife sardische fleischtomaten, die man am naschmarkt nachmittags billiger bekommen hat weil sie schon fast platzen, erinnere sich dass im sommer alle paradeiser so aromatisch schmecken, schneide zwei paradeiser in kleine würfel und werfe die würfel in eine heiße pfanne mit etwas butter und sehr gutem olivenöl. sofort zurückschalten, etwas salzen und pfeffern. frische pappardelle kochen, die bißfesten nudeln in der pfanne mit den paradeiswürfeln mischen, nochmal großzügig öl, feingeschnittene petersilie und geriebenen parmesan dazu, und mahlzeit.
wobei, ich gebe zu: etwas fischfond zu den paradeisern, und ein paar muscheln oder garnelen wären vermutlich auch nicht ganz übel gewesen.

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ich mag weihnachten. und ich krieg total gern geschenke. vor allem, wenn die geschenke mit essen zu tun haben, zum beispiel die duftigen vanilleschoten, die h. von seiner cousine aus der südsee bekommen hat, und die unverhofft auf meinem gabentisch gelandet sind.



jetzt endlich auch auf dem esstisch: für panna cotta hab ich gleich zwei ganze schoten gebraucht. dazu halbiere ich die schoten längs und kratze das mark raus. dann messe ich einen achtelliter milch ab und lasse ihn mit drei gehäuften esslöffeln rohrohrzucker, dem vanillemark und den vanilleschoten kräftig aufkochen. inzwischen vier blatt gelatine in wenig kaltes wasser einweichen.
die vanillemilch durch ein nicht zu feines sieb abseihen, wieder in den topf, und mit einem halben liter obers aufgießen. die weiche gelatine in die heiße flüssigkeit rühren bis sie sich aufgelöst hat, und nochmal aufkochen. etwas orangen- oder mandarinenzesten dazu, einen schluck guten rum oder cointreau, abschmecken (nachzuckern?) und in sechs kalt ausgespülte förmchen verteilen und in den kühlschrank oder winters vor die tür stellen für fünf bis sechs stunden, um die panna cotta fest werden zu lassen. vor dem servieren die förmchen kurz in heißes wasser stellen damit sich die sache rauslöst, und auf tellerchen stürzen.

wer mag, kann in die förmchen vorher ein wenig karamelsauce, marmelade oder auch irgendwas dekoratives (himbeeren) reinfüllen, das schaut sehr nett aus nach dem stürzen. klassisch ist es, die panna auf einem spiegel aus waldbeer- oder himbeersauce zu servieren, schaut fesch aus und ist wirklich kein aufwand (gefrorene himbeeren in einem topf am herd schmelzen lassen, mit einem schwachen löffel zucker und ein wenig grappa heiß werden lassen und verrühren, fertig).

wie gesagt also: ich mag weihnachten. ich mag geschenke, die mit essen zu tun haben. und nächste woche hab ich geburtstag!

nachtrag: panna cotta soll ja eigentlich ohne gelatine funktionieren, zumindest klassischerweise. allerdings hab ich den verdacht, dass man dazu weniger mit milch und obers als mit sowas wie crème double oder ähnlich dickem rahm arbeiten muss. lasse mich sehr gerne eines besseren belehren!

noch ein nachtrag: j. schreibt dazu: „Panna cotta ohne Gelatine ist immer mit Stärke (Maizena, Mondamin oder so), also quasi ‚Rahmpudding‘, ohne eins von beiden geht’s nicht.“ danke für die info, liebe grüße!








wer winters durch italien fährt, wird wunderschön geschmückte kahle bäume in vielen vorgärten finden. nein, nicht geschmückt, denn kakibäume sind eben so: sie verlieren im herbst ihr laub, ihre wunderschönen früchte, die an tomaten erinnern, werden erst im spätherbst orangegolden, und mit dem ersten frost reif und süß. bisher kannte ich kakis nur vom naschmarkt und aus dem supermarkt, auch in der abwandlung der honigsüßen israelischen sharonfrucht, einer besonderen züchtung.

in italien wachsen kakibäume schon lange. „meine großmutter erzählte, dass schon ihre großmutter einen kakibaum hatte“, sagte uns ein friulianischer kellner. warum die früchte bei uns nach wie vor so exotisch sind, dürfte damit zusammenhängen, dass sie enorm schwer zu transportieren sind wenn wirklich reif (und matschig) – und dass sie vorher einfach pelzig-bitter schmecken.
ein alter mann hat mich ein paar kakis pflücken lassen von seinem baum hinterm haus, und ich hab eine gleich gekostet, obwohl sie eiskalt war. vielleicht hat sie deswegen nicht sehr süß geschmeckt. macht aber nichts. so schön!

Zugegeben, sie sieht nicht perfekt aus. Aber die Food-Fotografie ist, wie wir ja wissen, ein schwieriges Geschäft.

minestrone

… ganz im Gegensatz zum Minestronemachen. Dieses ist eine sehr gute, schnelle und leichte Variante, für dies nur 2 Dinge im Überfluß braucht: Gemüse und Liebe.

Zwiebel, Lauch, Karotten, Tomaten, Knoblauch und was das Gemüsefach sonst noch hergibt klein schneiden und mit mittelviel Wasser auf den Herd stellen. Dazu Chili, Salz, 1 Handvoll Rosinen, 1 Handvoll rote Linsen, 1 halbe, ganz klein gewürfelte Scheibe Schwarzbrot, 1 Scheibe Zitrone, Kräuter.

Alles kochen, bis es fertig ist (so maximal 15 Minuten). Dann Ditalini Rigati rein, mit 1 EL bestem O-Öl und vieeeel geriebenem Parmesan bestreuen. Gleich essen oder auch im Plastikdingens ins Büro mitnehmen.

(Der aufmerksame Leser hat bemerkt, dass außer den Würzereien am Schluss kein Fett rankommt. Ist auch nicht notwendig. Allerdings schmeckts mit kleingeschnittenem mitgekochtem Würstl auch gar wunderbar.)

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