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viel zu selten bekommt man man gemischtes biofaschiertes. beim letzten einkauf hatte ich aber glück, also gab’s wieder einmal einen klassiker. bei mir heißen die teile „fleischkrapferl“, und sie funktionieren so: eine zwiebel und zwei selleriestangen fein hacken, in einer pfanne mit etwas öl glasig anschwitzen. sodann folgendes in einer schüssel mischen (am besten mit den händen durchkneten): 60 deka gemischtes faschiertes, ein viertel topfen (mit 20 prozent fett), drei eier, die angeschwitzten zwiebel und sellerie, großzügig vollkornbrösel, ein halbes teelöfferl salz, ebensoviel zucker. gewürzt hab ich diesmal mit thymian, zimt, einer ganz winzigen knoblauchzehe und viel chilisauce.

die würze lässt sich bestens variieren: garam masala, petersilie, mehr knoblauch, kräuter der provence etc., auch diverse gemüse (etwa erbsen) lassen sich gut dazumischen. der topfen in der fleischmasse ist, soweit ich weiß, eine griechische oder türkische variante und macht, dass die ganze sache schön feucht bleibt.

die masse soll sich gut in kleine laibchen formen lassen; wenn zu klebrig, einfach mehr brösel dazu. die laibchen in noch mehr bröseln wälzen und dann entweder (für eilige) in einer pfanne in öl oder butterschmalz braten oder (für kalorienbewusste) auf einem blech auf backpapier im vorgeheizten rohr (180 grad) backen. auch im rohr umdrehen nicht vergessen, pro seite ca. 10-15 minuten.

für festln mit buffett hat es sich bewährt, kleine fleischbällchen zu formen, als unkompliziertes fingerfood, dann natürlich mit entsprechend weniger garzeit. die fleischkrapferln werden tendenziell eher kleiner beim backen oder braten, weil der topfen etwas an feuchtigkeit verliert.

heute gab es dazu bei mir paradeissauce (polpa, olivenöl, salz, pfeffer, honig, thymian, rosmarin, und eine halbierte schalotte mitschmurgeln lassen und nachher wieder rausfischen), reis und endiviensalat mit kernöl. und ja, das tischtuch hat jetzt flecken. aber es war so gut!


dies hier ist ein plädoyer fürs selber machen heißer schokolade. trinkkakao schön und gut, aber echte heiße schokolade ist schon eine welt für sich. am liebsten verwende ich dazu die in italien erhältliche, vom bösen nestle-konzern produzierte „cioccoblocco“-schokolade, kochschokolade oder andere dunkle schokolade tut’s aber auch, zur not auch der reine bensdorp-kakao. vollmilch (oder sogar die 3,6 prozent-fett-milch) heiß werden lassen, die schokolade drin auflösen, sanft durchquirln. mit honig nach belieben süßen, bis knapp vorm kochen erhitzen, und mit je einer messerspitze zimt und kardamom würzen, schaumig rühren, in becher füllen. trinken. vor genuss zerschmelzen. mmmmmh. besser kann man den advent nicht begehen.
wers gern feurig mag, kann eine getrocknete chilischote mitkochen, dann aber die anderen gewürze weglassen.

nachtrag: hier gibts lesestoff zu heißer schokolade, außerdem noch ein paar würzanregungen.

jetzt, wo gute bio-orangen zu bekommen sind, deren schale nicht von spritzmitteln vergiftet ist, mach ich mir gern mein eigenes orangenöl (geht natürlich mit ungespritzten zitronen genauso), das in fleisch- und salatmarinaden, suppen und süßspeisen und auf gedämpftem fisch wunderhübsche zitrusakzente setzt, ein wenig dezenter als frische orangenschale, die ja nicht immer greifbar ist.

dazu schäle ich orangen mit einem sehr scharfen messer ganz vorsichtig so, dass möglichst das weiße nicht mitgeht, gebe die schale in ein sauberes marmeladeglas und fülle es mit hochwertigem olivenöl oder auch traubenkernöl (möglichst nicht mit allzu viel eigengeschmack). derzeit kommt also jedes mal, wenn ich eine orange essen will, die außenhaut der frucht ins öl-glasl. das lässt man dann an einem nicht zu warmen, nicht zu hellen ort etwa eine woche oder 10 tage stehen, siebt dann die schalen heraus und füllt das öl in eine dunkle flasche. kleine flaschen, die gut schließen und einen geeigneten tropfschutz haben, bekommt man um wenig geld in der apotheke (und sie lassen sich ja auch wieder verwenden).

das selbe kann man natürlich mit diversen kräutern machen, chili, pfeffer und so weiter. bei frischen kräutern muss man besonders aufpassen, dass sie mit öl bedeckt sind, sonst beginnt die sache leicht zu schimmeln. die orangenschale, die kräuter oder chilies sollte man nicht drin vergessen, sonst verderben sie das öl.

luxusgeschöpfe wie ich, die sich nicht so gern mit erdölnebenprodukten die haut eincremen sondern dazu lieber reines traubenkernöl verwenden, können auch das körperöl auf diese weise aromatisieren. das ist ziemlich dufte!

das märchen vom süßen brei in der luxusvariante, dafür aber zum selberkochen:

goldhirse ca. im verhältnis 1:4 (achtung, die hirse geht enorm auf, eine espressotasse voll reicht für zwei personen!) mit einer ausgekratzten vanilleschote und bissl braunem zucker kochen, bis sie weich ist und eine feste breikonsistenz hat. dann banane in butter braten bis sie leicht angebräunt ist, honig drüber, rosinen und gehackte mandeln dazu. je nach geschmack und saison außerdem noch apfel, marille oder nektarine dazu, ebenfalls in der pfanne in butter anbraten. die früchte müssen richtig weich und heiß werden!
in einem schüsserl mit dem brei anrichten, obendrauf zimt und kakao oder schokoflocken. fertig! (töpfchen, steh!)

danke an c.

foto folgt

gut für den magen und fein wärmend im winter: haferbrei ist ein frühstücksklassiker, den ich aber lieber nachmittags koche, weil ich morgens meistens zu faul bin. so mach ich ihn: einen viertel liter wasser kochen, ein großes stück ingwer fein raspeln und rein ins wasser, 5 gehäufte (!) esslöffel haferflocken dazu, eine prise salz und großzügig zucker. ca 5-10 minuten auf kleiner flamme kochen bis das ganze leicht schleimig wird, dann großzügig zimt drüber (kardamom ist vermutlich auch gut), und fertig. im schüsserl geb ich noch apfelmus, marmelade oder ähnliches dazu.
wer mag, kann die sache mit milch, obers oder butter verfeinern. durch den ingwer ist der brei schön scharf, das soll für den bauch in diverser hinsicht gut sein, ebenso wie der zimt. so fein!
foto gibts hier erstmal nicht, schön schaut haferbrei ja sowieso nicht aus.

nachtrag: frau esskultur schlägt hier eine variante mit gerösteten haferflocken vor, was den geschmack verfeinern soll. klingt sehr empfehlenswert.

nachtrag 2: haferflocken in butter geröstet, zucker dazu, karamellisieren lassen, zimt, kardamom und etwas muskat dazu, mit drei schluck milch aufgießen, prise salz, stück vanilleschote, orangenschale, chilischote, großzügig geriebener frischer ingwer dazu. mehr milch und wasser nach und nach aufgießen. mindestens 15 minuten auf einer ganz, ganz niedrigen flamme köcheln lassen. ich glaub, da wär sogar die frau esskultur zufrieden. da brauch ich gar kein kompott mehr. mmmmmmmmmmh!

nachtrag 3: absolut unübertreffbar mit frischer, reifer, weicher, leicht harziger, aromatischer mango in stücken obenauf. hach!

gmias
couscoussalat ist mein grundnahrungsmittel. er lässt sich in tausend varianten zubereiten, mit diversem gemüse, käse, trockenobst, nüssen, kräutern und gewürzen aller art, je nach saison und gusto, und ist super zur restlverwertung und willkommenes mitbringsel für festln.

ich mische einen becher trockenen couscous in einer schüssel mit salz, einem teelöffel garam masala (oder noch besser meiner gewürzmischung), einer kleingehackten schalotte und einer kleinen handvoll rosinen (variation: geschnippelte trockenaprikosen, gehackte mandeln, cashews etc.).
dann ein becher kochendes wasser oder suppe dazu, umrühren, zudecken und stehen lassen.

während der couscous quillt, bereite ich das gemüse vor: tomaten, paprika, gurke, stangensellerie, fenchel und was der kühlschrank sonst noch hergibt klein schnippeln, kräuter (petersilie, koriander, pfefferminze oder das grün von frühlingszwiebeln) hacken, und alles unter den mittlerweile gequollenen couscous mischen.
marinade aus zitronensaft, apfelessig, sojasauce, evtl. chilisauce (oder zwei tropfen tabasco), honig, salz, pfeffer, olivenöl mixen und unter den salat mischen.

ich mische auch noch sehr gern zerkrümelten fetakäs drunter, oder auch reste vom huhn vom vortag. der salat hält sich ein paar tage und lässt sich auch gut ins büro mitnehmen. wenn man den feta und das huhn weglässt, ist er auch eine supere beilage zu fleisch (etwa chilihuhn).

zutaten:
couscous
gewürze (salz, pfeffer, garam masala etc.)
trockenobst und nüsse
gemüse (schalotte, tomaten, paprika, gurke, stangensellerie, fenchel)
kräuter (petersilie, koriander, pfefferminze, frühlingszwiebel)
marinade: zitronensaft, apfelessig, sojasauce, honig, salz, pfeffer, olivenöl
eventuell feta o.ä.

und zwar in meine supere neue gewürzmischung, selbstgemörsert. für couscoussalat mische ich am ende noch garam masala dazu. soooo schön!
drin ist: rosenknospe, rosa pfeffer, schwarzer pfeffer, chili, meersalz, rohrzucker. seufz. und es beißt beim mörsern gewaltig in der nase, aber das ist die sache wert!
smells like love

lakritz
was ist das? süßholz, sagte der verkäufer. was macht man damit? raspeln, grinste der verkäufer.
abseits jetzt schon mehrfach gehörter witze: was könnte man mit dem dings wirklich machen? es in einem sud mitkochen, wie zimtrinde? es tatsächlich fein reiben und wo drüberstreuen? aber wo? oder in kleine stücke schneiden und etwa mit wild mitschmoren, so wie wacholderbeeren? ich muss das recherchieren.

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