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Fleisch, Eier, Fleisch, Eier … Eins der schönsten und gleichzeitig stressigsten Dinge an Ostern ist, dass immer sooo viel gutes Essen überbleibt. Aber grad deshalb ist die Zeit nach Ostern auch die der ambitioniertesten Restlküche.

Wie zum Beispiel diese Suppe: Hier lassen sich Schweinsbratl, Kraut & Osterei mit grünem Gemüse, asiatischem Gewürz und Glasnudeln auf eine umwerfende Liaison ein. Rezept? Bittesehr:

Im Wok 1 Scheibe Zitrone und wenig Bratlfett heiß werden lassen. 1/2 mittelgroße Zwiebel in Spalten schneiden, anbraten. 10 cm Lauch und ca. 1/3 Paprika in schmale Längsstreifen schneiden, dazugeben, immer wieder umrühren. Nach einigen Minuten mit einem guten Schuss Prosecco, mindestens 1/8 l Schweinsknochensuppe (geht auch Bratensaft) und Wasser aufgießen. Mit nicht zu wenig Sojasauce abschmecken. 1/2 Handvoll frisches Sauerkraut, etwas kleingeschnittenen Ingwer und in Scheiben geschnittene scharfe Pfefferoni dazu, kurz aufkochen lassen. Dann 1 Handvoll Rucola, in Scheibchen geschnittenes Bratl und 1 Portion gekochte Glasnudeln dazu. Mischen, die Zitronenscheibe rausfischen, alles in eine Schüssel geben. Drauf kommt ein halbes Osterei und ein paar Tropfen Kernöl.

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Nein, das Esszimmer ist nicht verwaist. Ja, wir sind nach wie vor verfressen und verkocht. Es war nur so wenig Zeit! Sogar Halloween mussten wir verschieben. Naja, auch deshalb: Das Kind wünschte sich Riesenparty, alle waren übers lange letzte Oktoberfest ausgeflogen. Königsidee: Wir feiern Halloween 2.

2 Tage Wohnung dekorieren, phew. Nur eine kleine Idee davon, dies ist schließlich ein Essblog :-)

Und es gab voll viel ganz gruseliges Essen. So hab endlich den Sprung gewagt und mir Lebensmittelfarbe besorgt. Zu den Kinderwürsteln (mit Ketchupblut und leider ohne Foto) gabs also blauen Kartoffelsalat:



2 kleingeschnittene kleine Zwiebel, 3 harte gehackte Eier, Senf, O-Öl, weißer Balsamico & Salz verrühren und abschmecken, mit etwas Wasser und 1,5 kg festkochenden festgekochten Kartoffeln vermengen. Danach in wenig heißem Wasser etwa 1/2 TL blaue Speisefarbe auflösen, druntermischen – aber vorsichtig, das Zeug färbt ordentlich!



Eiterpudding, auch sehr gruselig: Schmeckt aber genau wie Vanillepudding mit Ribiseln ;) Die giftige Farbe kommt – nona – von einem kleinen bisschen grüner Speisefarbe.

Am besten gingen definitiv die Marzipanfinger:



Aus Marzipanrohmasse Scheibchen abschneiden, daraus Röllchen formen und in Kleinfingerlänge abschneiden. Auf eine Seite eine halbe Mandel als Fingernagel drücken, die andere Seite mit roter Zuckerglasur (gibts sogar fertig in der Tube) blutig machen.



Für die alle und noch ein viertes Tellerchen voll reicht eine 500-g-Packung Marzipan.



Gruselig angerichtet mit echt giftigen Schneewittchenäpfeln (kleine möglichst rote Äpfel mit Mandelöl einreiben, anderes Öl geht klarerweis auch, schmeckt aber nicht so gut) – und die Kinder essen auch Obst. Alle gingen weg.

Und ein Gastbeitrag: Der hinreißend saftige Schokokuchen mit Ribiselmarmelade-Blutspuren wird mit Knochensplittern aus weißer Schokolade schauerlich gemacht.

Der Gabentisch. War uns allen ein Hochgenuss.

Meanwhile … bei den Erwachsenen:

Süßes oder Scharfes. Farblich passte Queenofsoups genialer Schafstopfenaufstrich (Brimsen mit Kernöl verrühren – fertig!!!) fein zur fiesen Sause. Pfefferoni drauf für die Gänsehaut am Gaumen.



Grün gefärbtes Wasser mit Pefferminz-Orangensirup (danke, Queenofsoup!!!), rot gefärbtes Wasser mit Heidelbeersirup in Eiswürfelbeutel füllen, einfrieren, dann nach Wahl Gift oder Blut in den Frizzante.

Kindervampire bekamen grüne Milch zu kosten, verweigerten aber großflächig.

Und der Aftermath …
Ein unerwartetes Highlight: Am nächsten Tag wurde der verbliebene Brimsenaufstrich mit 2 rohen Eiern und etwas Stärke (Tapioka, weil die grad da war) verrührt und dann in der beschichteten Pfanne fast ohne Fett zu Blini gebacken. Spektakulär, die Idee wird demnächst aufgegriffen.

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spazierengehen im unteren mühlviertel, am waldrand eine handvoll erdbeeren finden, in bauerngärten üppig tragende himbeerranken bewundern – so war das, letztes wochenende. dabei hat es ausgesehen, als würd es jeden moment zu regnen beginnen. aber dann, an einer stelle, die ich niemandem niemals nie verraten werde, haben v. und ich himbeeren gefunden. wild, und reicher als in jedem garten. fast anderthalb kilo! purer luxus. da war sogar der drohende guss egal, und meine regenjacke wurde zum tragetuch für die reiche ernte.

natürlich haben wir noch am selben abend himbeermarmelade eingekocht, mit 2:1-gelierzucker. wie das geht, muss ich niemandem erklären, oder? aber nur aus einem kilo, denn mehr zucker war nicht mehr vorrätig.

am nächsten tag hab ich aus den restlichen beeren, drei kleingehackten höllenscharfen habanero-chilis (das sind die winzigen orangen früchte, die wie kleine turbane aussehen) und wiederum 2:1-zucker eine höllenscharfe chili-himbeermarmelade eingekocht. die einzige, die das ohne weinen essen kann, ist eh chickofprey, dabei hab ich aus lauter panik ca die hälfte der habaneroschnipsel wieder rausgefischt noch während dem kochen. soooooooo scharf! aber sooooo gut zu käse! zb ziegenkäse. gut, die narrische chickofprey isst das ja löffelweise ohne alles, mich könnt man da wohl einliefern wegen akuten capsaicin-schocks.

zwei handvoll himbeeren gab’s dann noch im garten, und ich hab mich an etwas erinnert, dass ich im vorjahr bei einem freund gekostet habe: himbeerwodka! einfach die himbeeren mit wodka übergießen, und stehen lassen.

wie lang wir das stehen lassen? bis auf weiteres. bis wir unbändige lust auf himbeerwodka verspüren. das kann doch gar nicht schlecht schmecken!

himbeeren, diese himmelsfrüchte, können also auch ziemlich höllisch erwachsen sein. fein!

Jetzt, wo wir die Festtags-Dinner-Völlerei endgültig hinter uns gelassen haben, möchte ich gern wieder mal dem besten, feinsten, leichtesten und praktischsten Alltags-Mittagessen huldigen.

Vor vielen Jahren kam ich auf die Suppe als perfekte schnelle warme Mahlzeit. Nicht die Suppe European Style, sondern die à la Fernost-Street-Kitchen, mit frischem Gemüse, Nudeln und Chili, im Wok zubereitet.

Mittlerweile hab ich meine Suppentechnik ziemlich effektiviert – und ein Grundrezept entwickelt, dass zwar vom ganz originalen Original abweicht, dafür aber einfach und schnell und ohne Vorbereitungen machbar ist. Alltagstauglich halt.

Und so gehts:
In einem kleinen Topf Wasser zum Kochen bringen.
Währenddessen Wok mit einem EL hochwertigem Öl (Palmöl, O-Öl, ganz wie beliebt) heiß werden lassen. Eine Zitronenscheibe, frischen Chili nach Geschmack und eine in Spalten geschnittene Zwieben reingeben und mit heiß werden lassen.

Meanwhile, Gemüse in Streifen schneiden – Lauch, Paprika, Schwammerl, Mangold … alles was nicht allzulang zum Durchwerden braucht, ca. 2 – 3 Handvoll für eine Portion. In den Wok geben. Immer wieder ein bisschen umrühren. Kurz bevor was anbrennt, mit etwas Mirin, eventuell sonst noch vorhandenem Alkohol aufgießen. Zarteres Gemüse wie Sprossen oder Blattspinat jetzt erst zugeben.

In der Zwischenzeit sollte das Wasser im Topf zum Kochen gekommen sein. Ein Nest Ramen oder Udon drin zubereiten, über dem Wok abseihen, bis ungefähr die gewünschte Menge Suppenflüssigkeit drin ist. Der Wok steht nach wie vor am Feuer – das alles sollte recht zügig vonstatten gehn.

Den Rest abgießen, die Nudeln kalt abspülen (muss man bei Reismehlnudeln machen, die quellen sonst bös nach).

Die Suppe noch mit Sojasauce und Miso (Bioprodukte nehmen, sonst kriegt man den gentechnisch manipulierten Sojadreck) abschmecken, die Nudeln dazugeben, alles in einer Schüssel servieren.

Das Ganze lässt sich natürlich beliebig pimpen: In Streifen geschnittenes Fleisch, echte Suppe (also Brühe – auf Österreichisch gibt’s da leider kein Wort zur Differenzierung), Kokosmilch (in diesem Fall Sojasauce weglassen), Kräuter, saisonale Delikatessen (Spargel!) oder ein rohes Ei, wie auf dem Foto. Oder reduzieren: Die Suppe funktioniert auch nur mit Zwiebel und Nudeln.
Macht glücklich, wärmt, ist billig und gesund – und lässt einen das Zeug, das man im Asia-Restaurant vorgesetzt kriegt, ganz neu evaluieren.

Den ersten frischen Spargel heuer bekommen, und zwar so richtig ganz, ganz frischen. Noch nicht mal einen Tag lang aus der Erde. Und weil ich das junge Gemüse am liebsten gar nicht solo weichgekocht, sondern knackig gebraten mag, egal ob grün oder weiß, entstand dieses sehr feine Pastarezept für 4:

200 g Penne rigate kochen. Inzwischen 1 kleine Zwiebel in ganz kleine Würfel schneiden, mit etwas Zitronenschale und wenig Chili in wenig O-Öl anrösten.
1/2 kg Spargel(-bruch) in ca. Penne-große Stücke schneiden, dazugeben. Pfeffer, etwas Minze, Salz dazu, unter Rühren weiter rösten. Wenn alles leicht bräunt, mit einem kräftigen Schuss Apfelsaft ablöschen. 50 ml Schlagobers dazugeben. Zugedeckt den Spargel bissfest kochen lassen. Abschmecken.
Nochmals 50 ml Schlagobers und 2 in grobe Würfel geschnittene Fischfilets (am besten was Weißes wie Zander oder Forelle gar) dazugeben, kurz aufkochen lassen, dann die fertigen Nudeln reinmischen. Auf den Teller, mit frisch geriebenem Kren servieren.

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