spazierengehen im unteren mühlviertel, am waldrand eine handvoll erdbeeren finden, in bauerngärten üppig tragende himbeerranken bewundern – so war das, letztes wochenende. dabei hat es ausgesehen, als würd es jeden moment zu regnen beginnen. aber dann, an einer stelle, die ich niemandem niemals nie verraten werde, haben v. und ich himbeeren gefunden. wild, und reicher als in jedem garten. fast anderthalb kilo! purer luxus. da war sogar der drohende guss egal, und meine regenjacke wurde zum tragetuch für die reiche ernte.

natürlich haben wir noch am selben abend himbeermarmelade eingekocht, mit 2:1-gelierzucker. wie das geht, muss ich niemandem erklären, oder? aber nur aus einem kilo, denn mehr zucker war nicht mehr vorrätig.

am nächsten tag hab ich aus den restlichen beeren, drei kleingehackten höllenscharfen habanero-chilis (das sind die winzigen orangen früchte, die wie kleine turbane aussehen) und wiederum 2:1-zucker eine höllenscharfe chili-himbeermarmelade eingekocht. die einzige, die das ohne weinen essen kann, ist eh chickofprey, dabei hab ich aus lauter panik ca die hälfte der habaneroschnipsel wieder rausgefischt noch während dem kochen. soooooooo scharf! aber sooooo gut zu käse! zb ziegenkäse. gut, die narrische chickofprey isst das ja löffelweise ohne alles, mich könnt man da wohl einliefern wegen akuten capsaicin-schocks.

zwei handvoll himbeeren gab’s dann noch im garten, und ich hab mich an etwas erinnert, dass ich im vorjahr bei einem freund gekostet habe: himbeerwodka! einfach die himbeeren mit wodka übergießen, und stehen lassen.

wie lang wir das stehen lassen? bis auf weiteres. bis wir unbändige lust auf himbeerwodka verspüren. das kann doch gar nicht schlecht schmecken!

himbeeren, diese himmelsfrüchte, können also auch ziemlich höllisch erwachsen sein. fein!