heut ist faschingsdienstag, und dieser beitrag ist aus mehrerlei gründen ein witz. erstens, wer will erst faschingdienstag am späten nachmittag erfahren, wo er die besten krapfen von überhaupt kriegt? und zweitens, wo sind jour doux #2 und #1?

immer der reihe nach.

die werten damen esskultur, ente und titilaflora haben letzten herbst im zuge einer twitter-conference zum umstrittenen thema punschkrapferl – wie soll es idealerweise schmecken? fettglasur, zuckerglasur? aranzini janein? (wäääh!) schokoanteil im punschteig? etc. – beschlossen, einen punschkrapferl-test zu veranstalten. da die drei könnerinnen sind, war das ganze unter dem titel jour doux natürlich nicht nur sehr wissenschaftlich, sondern auch spannend nachzulesen, und zwar hier, hier und hier, und ich hab mich flugs frech beworben, um bei einem allfälligen zweiten termin dabeisein zu dürfen.

jour doux #2 fand statt, ende november, zu maroniherzen, und wurde von den anwesenden damen weltbeobachterin, ente, titilaflora und esskultur wunderbar verbloggt. ich war zwar anwesend und schön goschert, aber wie üblich zu faul um drüber zu schreiben. mal sehen ob das noch passiert, eines tages. ich zweifle heftig. nicht zuletzt deswegen, weil das magenweh beim gedanken an maroniherzen immer noch nicht ganz abgeklungen ist. schön war das nicht.

jedenfalls, jour doux #3 zum naheliegenden thema faschingskrapfen ist auch schon wieder ein paar tage her, und auch diesmal waren, überraschung!, andere schneller, darüber zu schreiben. ich wollt eigentlich nur kundtun, dass ich es immer schon wusste: jindrak aus linz macht nicht nur die besten krapfen die ich kenne, sondern ist unumstrittener sieger unter 23 teilnehmern, aus 3 bundesländern, und hat im blindtest von 12 zungenfertigen testerinnen und testern eindeutig gewonnen!

und ich sag euch, wenn eine wie die frau esskultur vorsitzende eines solchen testes ist, dann ist das kein kindergeburtstag: da gibts genaue richtlinien, dann einen halbstündigen vortrag über die details der krapfenherstellung (rum im teig, nicht in der marmelade, dann: fett muss heiß genug sein, sonst sauft sich der krapfen damit an, marmelade wird gern aus kostengründen gestreckt mit apfelmus – böse!), und DANN erst gehts ans eingemachte, pardon, ans gebackene.

weitere stockerlplätze gingen an die krapfen von brandl in linz (die innere oberösterreicherin jubelt gleich doppelt) groissböck, und an die von der kurkonditorei oberlaa. weiters haben mitgemacht: café central, café europa (mühlenbrot), demel, gragger, heiner, meinl am graben (kasses), sluka, woloszyn, pauser „der zuckerbäcker“, blocher, groissböck, hübler, klement, olsböck, aida, gerstner, ströck, honeder (linz), urbann (wels), café bazar (salzburg). eine liste mit preisen und der genauen reihung gibts gerne auf anfrage, aber wir wollen hier ja niemanden beleidigen. frau weltkulturbeobachterin hat übrigens hier schon einen sehr superen beitrag dazu geschrieben. einen schöneren einstieg kann man sich kaum wünschen… und auch frau ente ist mir lang zuvorgekommen – hier!

jetzt aber gschwind online stellen – und eins noch: ich hab heut zum frühstück allen ernstes den totalen verlierer nochmal gekauft, weil ich mir dachte, eine chance geb ich ihm noch. und, was soll ich sagen: schnell war er weg! is ja nicht alle tag faschingsdienstag.

ps: ich geb zu, die fotoausbeute ist etwas ernüchternd, aber es wurde derart viel geknipst dass ich selber ganz drauf vergessen hab… dabei is wirklich unglaublich, wie unterschiedlich krapfen ausschauen können!

pps: wer lieb fragt, kriegt jetzt ein essiggurkerl.

ppps: hier jetzt frau esskulturs beitrag. mit überlebenstipps bei aschermitwöchnerischem krapfenentzug: die siegerkrapfen gibts nämlich noch, zumindest eine zeitlang. phew.

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