Jetzt, wo wir die Festtags-Dinner-Völlerei endgültig hinter uns gelassen haben, möchte ich gern wieder mal dem besten, feinsten, leichtesten und praktischsten Alltags-Mittagessen huldigen.

Vor vielen Jahren kam ich auf die Suppe als perfekte schnelle warme Mahlzeit. Nicht die Suppe European Style, sondern die à la Fernost-Street-Kitchen, mit frischem Gemüse, Nudeln und Chili, im Wok zubereitet.

Mittlerweile hab ich meine Suppentechnik ziemlich effektiviert – und ein Grundrezept entwickelt, dass zwar vom ganz originalen Original abweicht, dafür aber einfach und schnell und ohne Vorbereitungen machbar ist. Alltagstauglich halt.

Und so gehts:
In einem kleinen Topf Wasser zum Kochen bringen.
Währenddessen Wok mit einem EL hochwertigem Öl (Palmöl, O-Öl, ganz wie beliebt) heiß werden lassen. Eine Zitronenscheibe, frischen Chili nach Geschmack und eine in Spalten geschnittene Zwieben reingeben und mit heiß werden lassen.

Meanwhile, Gemüse in Streifen schneiden – Lauch, Paprika, Schwammerl, Mangold … alles was nicht allzulang zum Durchwerden braucht, ca. 2 – 3 Handvoll für eine Portion. In den Wok geben. Immer wieder ein bisschen umrühren. Kurz bevor was anbrennt, mit etwas Mirin, eventuell sonst noch vorhandenem Alkohol aufgießen. Zarteres Gemüse wie Sprossen oder Blattspinat jetzt erst zugeben.

In der Zwischenzeit sollte das Wasser im Topf zum Kochen gekommen sein. Ein Nest Ramen oder Udon drin zubereiten, über dem Wok abseihen, bis ungefähr die gewünschte Menge Suppenflüssigkeit drin ist. Der Wok steht nach wie vor am Feuer – das alles sollte recht zügig vonstatten gehn.

Den Rest abgießen, die Nudeln kalt abspülen (muss man bei Reismehlnudeln machen, die quellen sonst bös nach).

Die Suppe noch mit Sojasauce und Miso (Bioprodukte nehmen, sonst kriegt man den gentechnisch manipulierten Sojadreck) abschmecken, die Nudeln dazugeben, alles in einer Schüssel servieren.

Das Ganze lässt sich natürlich beliebig pimpen: In Streifen geschnittenes Fleisch, echte Suppe (also Brühe – auf Österreichisch gibt’s da leider kein Wort zur Differenzierung), Kokosmilch (in diesem Fall Sojasauce weglassen), Kräuter, saisonale Delikatessen (Spargel!) oder ein rohes Ei, wie auf dem Foto. Oder reduzieren: Die Suppe funktioniert auch nur mit Zwiebel und Nudeln.
Macht glücklich, wärmt, ist billig und gesund – und lässt einen das Zeug, das man im Asia-Restaurant vorgesetzt kriegt, ganz neu evaluieren.