freundin frohgemut reist von berufs wegen, und dabei kümmert sie sich manchmal selbst darum, dass was auf den teller kommt. vielen dank für diesen beitrag!

es braucht viel zeit, ordentliches sitzfleisch und eine portion geduld, um sich im peruanischen amazonas einen piranha zu angeln, außerdem rohes rindfleisch, ein stangerl mit nylonschnur und einen haken.

ist der fisch schließlich gefangen (für kenner: es ist ein roter piranha), juchitzt die fischernatur (in diesem fall ich, obwohl ich sonst nie angeln gehe) und will – ganz einstigen (ur)instinkten folgend – das erjagte tier auf den teller bringen. ein grimmiges ergebnis fürs auge, ein eher nüchternes hinsichtlich des kulinarischen genusses: gebraten und mit salz und pfeffer gewürzt, wird der fisch auf einem karg garnierten teller angerichtet (man beachte die gurke, damit der fisch auch aufrecht steht).

jetzt heißt es: gräten ablösen und mühsam das wenige fleisch abnagen bzw. abzuzeln. schmeckt nach, hm, fisch. eventuell ein wenig nach forelle. macht definitiv nicht satt. der vorteil eines solchen essens liegt im abenteuer – und im abgenagten piranha-gebiss, das sich in ein kurioses schmuckstück verwandeln lässt.

der piranha-trip im peruanischen regenwald war diesen sommer teil eines ausflugsprogramm einer luxuskreuzfahrt auf der delfin II von delfin amazon cruises. empfehlenswert für reisende auf der suche nach exquisitem abenteuer. mehr reisestorys findest du in frohgemuts welt :).

(fotohinweis: maria schoiswohl)