es gibt so tage, die sind einfach mühsam. da wacht man morgens auf, weil der rauchfangkehrer einen aus dem bett klingelt (dabei stand es eh im kalender), man empfängt ihn völlig übernachtig, weil gestern nacht bis um drei uhr früh noch berge von arbeit zu bewältigen waren. dann beginnt man, sich im wust der gestern liegengebliebenen aufträge zu orientieren, stellt mit schrecken fest, dass per e-mail weitere dazugekommen ist. das einzige was den vormittag erhellt, sind tee mit milch und englischer gewürzkuchen (davon ein andermal mehr). die arbeit zieht sich naturgemäß wie jener strudelteig, den ich wahrscheinlich nie machen werde, die motivation ist im keller, und zeit zum einkaufen ist auch keine.

was tun? der kühlschrank ist überfüllt, aber etwas chaotisch – und beinhaltet noch vom letzten italo-aufenthalt: ein kleiner rest prosciutto – muss dringend weg. eine halbe burrata – muss dringend weg. und sonst diverses, das noch eine zeitlang aufhebbar wirkt. und weil ich heut keine lust auf kochbücher hatte, dafür aber auf pizza, hab ich mir einfach ohne rezept und aus dem handgelenk mit mehl, bisserl trockengerm, olivenöl, lauwarmem wasser, salz und einer prise zucker einen germteig geknetet, ein bisserl gehen lassen, eine supersimple paradeissauce (polpa, öl, zucker, salz und eine ganze schalotte mitschmurgeln, aber wieder rausfischen) gekocht, das backrohr ordentlich heiß vorgeheizt und alle dringend-weg-restln auf der pizza zu letzten ehren kommen lassen.

und genau jetzt, obwohl schon wieder spät abends und noch mehrere stunden arbeit vor mir, wurde der tag zu einem gelungenen tag. und ich bin sooo stolz auf meine rezeptfreie, dennoch wunderbare und knusprige pizza!

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