an diesen ersten herbsttagen werd ich immer fürchterlich melancholisch und erinnere mich zurück an den wunderbaren sommer, in dem ich so gute dinge gegessen… halt! ich hab das alles noch nicht gebloggt! muss jetzt hier auf der stelle nachgeholt werden. hier also meine diesjährige variante von: „Mein schönstes Ferienerlebnis: Eine Brombeere erzählt.“

ich hab mir dabei meine lieblingsjeans zerrissen, meine sonnenbrille verloren (und wiedergefunden) und völlig zerkratzte arme geholt, aber am ende hatte ich dann doch ein halbes kilo beeren beisammen:

mit 3:1-zucker und ein bisserl zitrone hab ich sie eingekocht, was wunderbar aufs sauerteigbutterbrot geschmeckt hat.

vor allem aber war’s eine traumhafte begleitung hierzu: hirschlungenbraten (vom standl der bundesforste am örtlichen wochenmarkt) in anderthalb-zentimeter-scheiben schneiden und beidseitig scharf in butterschmalz anbraten, aus der pfanne nehmen und wie üblich ein safterl fabrizieren (mit kalbsfond-eiswürferl, calvados, viel thymian und einem schuss schlagobers.)
dazu gab’s einen lauwarmen linsen-eierschwammerlsalat: schalotten und speckwürfel hacken und in einem kleinen topf glasig werden anrösten, geputzte eierschwammerl dazu, nach kurzer zeit mit einem schluck weißwein ablöschen. eine dose biolinsen mitsamt dem sud hinein, mischen, ein bisserl warm werden lassen, mit gutem balsamico, salz, pfeffer und orangenöl abschmecken, majoran oder thymian obendrauf. dazu buttererdäpfel mit petersil.

so sommersehnsüchtig bin ich, weil’s dort in der gegend nicht so wirklich grauslich war, siehe letztes foto. leider hat sich so ein lästiges insekt ins bild gestellt, pardon. seufz. noch zehn monate bis es wieder so weit ist.

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