man gehe in den wald und finde schwammerl.

hierauf pflücke man am heimweg wilden thymian.

daheim putze man die diversen schwammerl mit viel sorgfalt (im bild freuen sich die eierschwammerl und die herrenpilze über die liebevolle behandlung).

danach hacke man eine gelbe zwiebel klein und verfahre ebenso mit einem ordentlichen stück von dem prosciuttoendl, das man beim vorhergehenden italienurlaub mitgenommen hat (schmeckt völlig anders als wenn man speckwürferl nimmt, wirklich!)

die kleingeschnittenen schwammerl brate man in einer pfanne in butterschmalz an, in einer zweiten parallel zwiebel & prosciutto. die zwei pfannen sind eigentlich sinnlos (ich dachte die schwammerl lassen ohne beigabe von salz bzw salzigem prosciutto weniger wasser, aber denkste), also dann doch wieder in eine zusammenführen. zwei schluck sherry dazu (einer in die pfanne, einer in die köchin), den abgefuzelten thymian, umrühren, und jede menge sauerrahm, je nach anzahl der esser. mit ein bisserl salz abschmecken, zuletzt gehackte petersilie dazu.

parallel hat jemand anderes dankenswerterweise einen riesigen serviettenknödel fabriziert, anleitung folgt. und das wird dann gemeinsam serviert.

dazu passt salat mit unkräutern. damit es nicht zu wild wird, ist die basis häuptelsalat und überreife paradeiser, und dann kommen dazu, moment, lass mich nachdenken: löwenzahn, spitzwegerich, augentrost, hirtentäschelspitzen, thymian, franzosenkraut, taubnesselspitzen, rotkleeblüten, ringelblumenblütenblätter (aus dem nachbargarten geklaut), wasserminze, pferdeminze, frauenmantel, schafgarbe. irgendwas hab ich bestimmt vergessen. um die bitterkeit mancher kräuter abzumildern (kinder haben widerspruchslos mitgegessen) hab ich die marinade eher süß gemacht, mit einem schluck orangensaft, apfelessig, kräuterigem olivenöl und salz.

und mahlzeit.