die beiden schönen osterbrote am foto hat meine mutter gemacht, ich hab mich immerhin an die kleinen geschwister gewagt und einen korb voll pinzen ca. in semmerlgröße gebacken. der teig dazu geht folgendermaßen:

50 dag mehl
3 dag germ
1/4 l milch
5 dag zucker
14 dag flüssige butter
3 ganze eier
vanille, zitronenschale, prise salz
1 dotter zum bestreichen

in einem becher die lauwarme (!) milch mit dem germ und (als futter für den germ) einem teelöfferl zucker mischen, außerdem eventuell hier gleich die vanille, die zitronenschale und die prise salz dazu, damit verteilen sich diese gewürze später gut im teig.

die butter langsam flüssig werden lassen (aber nicht zu heiß!), inzwischen das mehl abwiegen und mit dem restlichen zucker in einer rührschüssel vermischen. mit der küchenmaschine (kenwood chef, mein alter, zerbeulter freund) die milch-germ-mischung und die flüssige butter nach und nach mit dem mehl verkneten, auch die drei ganzen eier nach und nach rein. den teig so lange schlagen bis er ganz seidig glatt und ohne klümpchen ist. meine omi hat macht das noch mit der hand, mir fehlen dazu eindeutig muskeln und geduld.

der teig ist sehr weich, aber für ein fluffigeres ergebnis sollte man unbedingt der versuchung widerstehen, mehr mehl hinzuzufügen. wirklich! mit einem löffel und bemehlten händen vorsichtig kugeln formen und die in gebührendem abstand voneinander auf ein blech mit backpapier legen. ca eine halbe stunde an einem warmen ort gehen lassen, dann mit einer schere ein tiefes Y einschneiden. mit dem messer ist das fast nicht machbar, weil der teig so elastisch ist.

nochmal etwas gehen lassen, mit dem dotter bepinseln und bei 180 grad backen, bis die pinzen goldbraun sind. aus der teigmenge gehn sich bei mir immer um die 20 stück aus, und erstaunlicherweise werden die dann auch alle gegessen. ich mag die oster-spezifische kombination aus süßem brot und salzigen aufstrichen wie kräutertopfen oder hühnerleberpastete sehr gern. und dazu natürlich ein kernweiches osterei.

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