in der aktuellen ausgabe von effilee, meinem seit längerem allerliebsten freßmagazin (vor allem, seit die dürren models vom cover wieder verschwunden sind, siehe diskussion hier), gibt’s einen wunderschönen lesetipp.

die japaner, die ja bekanntlich zu jedem erdenklichen thema einen manga haben (ich kenn jemanden, der seine doktorarbeit in japanologie allen ernstes über das österreichische kaiserhaus im spiegel japanischer teenie-mangas schreibt!), haben nämlich auch OISHINBO („der gourmet“) – eine serie, die sich ausschließlich mit japanischem essen befasst.

protagonist ist der junge journalist yamaoka shiro, der ebenso faul wie schlau, aber auch verfressen ist (welch eine identifikationsfigur!). er wird von seiner zeitung beauftragt, anlässlich deren 100-jahr-jubiläum das „ultimate menu“ zusammenzustellen und zu recherchieren, welche speisen dafür unerlässlich sind. fieserweise erfährt aber die konkurrenzzeitung von dem plan, und will ihn mit der präsentation des „supreme menu“ übertreffen – und hierfür wird yamaokas jähzorniger und obergscheiter vater engagiert, mit dem yamaoka natürlich seit jahren zerstritten ist. was wäre ein manga ohne familiendrama!

im lauf der serie bekommt yamaoka die wildesten jobangebote, verliebt sich in die falsche und dann in die richtige, heiratet, kriegt kinder, gibt weise ratschläge an alle um ihn herum, und isst, und isst, und isst… ich kenne mich mittlerweile unter anderem bestens aus mit izakaya food (zum beispiel 20 verschiedene arten, aalrückenflossen am spieß zuzubereiten), mit japanischem gemüse, und aktuell lerne ich gerade viel über ramen und gyoza. und wenn ich dann durch bin (sieben bände gibt’s als „best of“ auf englisch übersetzt, mehr info hier ), fahr ich nach tokio. ahja, vorher noch im lotto gewinnen.

oishinbo gibts ganz unkompliziert über amazon zu bestellen. leider wird das fernweh dann schrecklich groß.