es ist das älteste gasthaus berlins, und die homepage behauptet, es sei eine sehenswürdigkeit. die speisekarte ist ein bisserl zu witzig, die einrichtung ein bisserl zu heimelig – normalerweise würde so ein lokal eher abschrecken. doch nein, zur letzten instanz ist keine touristenfalle, und definitiv nix für tussis.
wer gerne viel fleisch isst, keine angst vor fett hat und sich an klassischer, ausgezeichneter zubereitung von hausmannskost (warum eigentlich hausmannskost? das war doch immer schon eher wirtshausessen!) erfreut, ist hier bestens aufgehoben: das fleisch ist sehr zart, die würzungen der diversen kraut- und erdäpfelbeilagen gar nicht schwerfällig, und das ganze offenbar frei von industriesoßen. so können die gern noch ein paar hundert jahre weitermachen.
Plädoyer (Würziger Schweinebauch knusprig gegart mit braisiertem Spitzkohl, kleinen Tomaten und Haselnußkartoffeln

Einstweilige Verfügung
(Knusprige Grillhaxe mit Jus, Gewürzrotkohl und Kartoffelklößen)

Anwaltsfrühstück
(Zwei kleine Blutwürste vom Hausschlachter mit Rahmsauerkraut, frittierter Petersilie und Holzkohleapfel)