ich wusste zuerst nicht genau, was ich mir da gekauft hatte: geräucherter dorschrogen, das klingt luxuriös. aber warum der so fürchterlich bitter sein muss im nachgeschmack? angeblich ist der dorschrogen aus der dose weniger bitter, ich hab meinen zur strafe für die bitterkeit dazu verdonnert, mit sauerrahm, crème fraiche, schnittlauch, salz und etwas limettensaft eine innige verbindung einzugehen.

diese creme, die nur mehr minimal bitter ist (und das steht ihr sogar recht gut), ist eine wunderbare beilage zu blini, und die gehen so: drei oder vier mehlige erdäpfel kochen, noch heiß (!) schälen, mit der gabel (oder der kartoffelpresse) zerdrücken. ein paar schluck milch, ein ganzes ei, salz und muskat darunterrühren und zwei oder drei löffel mehl hineinstauben, damit die sache etwas bindet. 10 minuten stehenlassen, noch einmal durchrühren und in einer pfanne in heißem butterschmalz blini herausbacken. ich weiß beim besten willen keine genauen mengenangaben, die sache ist jedenfalls sehr sättigend, als vorspeise reicht ein blini mit einem durchmesser von 15 cm pro person (oder eine kleine handvoll blini-schmarrn, wenn die ersten, so wie bei mir, nicht gelingen…).