vor weihnachten gab’s frischen käse aus paris, daher eine runde wohlgesonnener esser als gäste. und die haben – abgesehen vom kas – folgende magentratzer bekommen:

sauerteig-crostini mit hühnerleberaufstrich und ribisel-erdbeer-marmelade, letztere aus mütterlicher produktion und fein säuerlich.



danach zweierlei hühnersuppe (einmal klar, einmal einmach), nur mit gemüse als einlage.



dann einen wunderhübschen friulanisch inspirierten kraut-räucherricotta-kuchen (hier mit einer hokkaidokürbis-sichel aus dem ofen, wegen der farb). dazu hab ich ein drittel eines häuptels spitzkraut (das ist besonders weich und süß) kurz gedämpft und in einer eckigen form mit backpapier verteilt. dann aus vier eiweiß schnee geschlagen und die vier eigelb mit geriebenem räucherricotta (es geht auch mit jungem pecorino, dann fehlt halt leider das raucharoma), etwas frischem ricotta und sauerrahm verquirlt. mit salz und pfeffer würzen, den eischnee unterheben und die masse auf das kraut verteilen, danach für ca 15 minuten ins rohr bis der saure kuchen goldgelb ist. portionen zuschneiden oder ausstechen, mit einem spritzer olivenöl oder orangenöl und etwas geriebenem ricotta anrichten, servieren.



als nächstes gab’s einen nachbau der udineser radicchio-sfogliatine. ich hab dazu strudelblätter aus der packung verwendet, die blätter in kleineres format geschnitten und zwischen je zwei blätter viele kleine butterstückerl verteilt. die sache ist gar nicht so einfach, weil die teigblätter höllisch schnell trocknen und dann reißen, feuchtes geschirrtuch (nicht zu feucht!!) als unterlage hilft. den frischen gewaschenen und geschnittenen radicchio treviso (der längliche, der wie chicoree aussieht, nur rot) mit großzügig grob geriebenen montasio-käse (alternativ geht auch anderer fein-aromatischer weißer schnittkäse), etwas salz und pfeffer und noch ein paar butterflocken auf die strudelblätter packen und fesche kleine packerl formen. im rohr braucht die sache ebenfalls etwa 10 bis 15 minuten, ich hab’s ein wenig zu lang gelassen, im idealfall ist der radiccio noch ein wenig rot und jedenfalls schön bitter.




und danach endlich den käse!




dann konnte eh keiner mehr was essen. nur eine – und die bekam heiße schokolade. auch nicht übel.

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