Aus kleinen Verlegenheiten entstehen oft die besten Gerichte. So wie diese wundervolle Wintersuppe: Eine russische Freundin, die in jeder Hinsicht sehr russisch kocht, schenkt mir ein riesiges Einmachglas voll selbstgemachtem sauer eingelegtem Weißkraut. Dieses Kraut, mit viel Liebe und Knoblauch versetzt, schmeckt … nun, es geht so, und stinkt so ordinär, so durchdringend, dass jeder Quargel daneben edel verblasst. Was mach ich damit? Schnöd wegwerfen ist keine Option. So essen schon gar nicht.

Aber es gibt ein Happyend:

1 kg sauer eingelegtes russisches Weißkraut (bzw. 1/2kg Sauerkraut + 1/2 klein geschnittenes Weißkrauthäupel + 1 Knoblauchknolle
2 große Karotten
1/2 Sellerie
1 Zwiebel
1 kg Schweineschopf, nicht zu fett

Das Fleisch in 2 – 3 Teile, das Gemüse in grobe Stücke schneiden. Alles zusammen plus 1/8 Weißwein, 1/8 Apfelsaft, Salz, Pfefferkörnern, Kümmel & Lorbeer in einen Topf tun, mit Wasser bedecken und ca. 1h lang kochen, bis das Fleisch zart ist (wer will, kann das Fleisch auch erst reintun, wenn das Wasser kocht – so bleibt es vielleicht etwas saftiger, was beim Schopf allerdings ohnehin selten ein Problem darstellt).

Schmeckt wunderbar herzhaft und wärmt Körper und Seele. Dazu passen auch auch sehr gut Suppennudeln – und natürlich frisch geriebener Kren, der hilft auch super gegen verstopfte Nase!

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