wem leicht vor etwas graust, der möge bitte die fotos ignorieren, die sind zugegeben wirklich nicht besonders schön. dafür ist der geschmack meiner hühnerleberpastete (das rezept ist von meiner mutter, danke hierfür) wirklich sensationell gut, und die ganze sache ist sehr einfach zu fabrizieren:

man nehme 30 deka (= 300 gramm) hühnerleber, wasche sie, trockne sie und hacke sie klein, und befreie sie dabei von allfälligen flachsen und grüner galle (letzteres vorsichtig bitte, sonst ist die ganze sache bitter).

außerdem hacke man zwei schalotten und schwitze sie in butter an. sobald sie glasig sind, füge man die leber hinzu. schön anbraten, bis die sache sich ein wenig anlegt, dann ablöschen, mit cognac, marsala, weißwein, madeira oder was sonst bei der hand ist und gut dazupasst. zwei bis sieben gehackte sardellen dazu (ich hab sie heute vergessen, auch kein malheur), die ganze sache weiterschmurgeln bis alles gar ist.
inzwischen lege ich die butter (ca halbe menge der hühnerleber) und eine zitrone für später bereit.

die angebratene hühnerleber wird mit dem pürierstab fein gemixt, dann wird die butter in stücken und der saft der ganzen zitrone hinzugefügt. die butter schmilzt in der noch heißen leber und lässt sich dadurch gut damit vermengen.
danach würze ich:
mit salz, pfeffer, reichlich thymian, einem löffel honig und einem spritzer orangenöl. letzteres muss natürlich nicht sein, ich bin derzeit bloß ein bisserl drauf fixiert.
am ende fülle ich den fertigen aufstrich in schüsselchen, lege (allerdings nur zur dekoration) ein lorbeerblatt obenauf und lasse ihn erkalten. in verschließbare gefäße gefüllt hält die pastete im tiefkühler einige wochen, lässt sich daher gut in größerer menge vorbereiten und hat sich bei mir schon als weihnachtsgeschenk bewährt.

am besten schmeckt’s auf dunklem sauerteigbrot, mit säuerlichem apfelmus oder preiselbeergelee. macht sich gut als noble vorspeise auf crostini, passt aber auch zum frühstück, finde ich.

Advertisements